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Allgemein | Kreistagsfraktion | Rettungsdienst

Neue Rettungswache Schwarzenbek: FREIE WÄHLER haben Fragen

24. Februar 202624. Februar 2026

Der geplante und bereits ab Ende des Jahres wohl beginnende Bau einer neuen Rettungswache der Herzogtum Lauenburg Rettungsdienst GmbH (HLR) in Schwarzenbek sorgt für Stirnrunzeln bei den FREIEN WÄHLERN Herzogtum Lauenburg. Wie mittlerweile in der Presse bekanntgegeben, wird die neue Rettungswache auf einem Grundstück in Stadtteil NordOst bestehen, auf dem sich bisher eine Filiale der Kreissparkasse (KSK) Herzogtum Lauenburg befindet. Diese wird abgerissen und durch den Rettungswachenneubau ersetzt, in dem bis zu sechs Rettungsmittel in Zukunft stationiert werden können.

„Wir haben prinzipiell natürlich überhaupt nichts gegen eine neue Rettungswache in Schwarzenbek, der schon immer nur als Provisorium gedachte Standort beim DRK Schwarzenbek erfüllt einfach nicht mehr die Kriterien an eine moderne personalgerechte Rettungswache,“ stellt Christian Runge, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER im Kreistag, fest. „Wir haben aber Bedenken ob der Auswahl des Standortes. Hier wird eine Rettungswache in einem Wohngebiet geplant, von der die Rettungswagen einen viel frequentierten KiTa- und Schulweg kreuzen müssen!“ Runge macht sich Sorgen ob der Sicherheit der täglich vielen Kinder mit ihren Eltern, die die Ausfahrt der Rettungswache auf ihrem Weg zur KiTa St. Elisabeth oder zu Grundschule NordOst passieren müssen. Zudem verkehren täglich diverse Linienbusse auf dem Weg zur Schule durch den Verbrüderungsring. „Wie möchten HLR und Stadt Schwarzenbek sicherstellen, dass es nicht zu schweren Unfällen unter Kinderbeteiligung kommen wird, gerade beim Ausrücken der RTW zu einem Notfalleinsatz?“ wundert sich Runge. „Dazu haben wir noch nichts vernommen.“ Die Pläne wurden am 10.02.26 dem zuständigen Schwarzenbeker Ausschuss vorgestellt, aber nur als Kenntnisnahme, von einem Einbezug der Stadt Schwarzenbek in die Planungen kann hier keine Rede sein.

Für Kritik der FREIEN WÄHLER sorgt auch Vorgehen der Kreissparkasse. Es sei zwar prinzipiell zu begrüßen, dass durch die Vermietung des Grundstücks durch die KSK an den Kreis bzw. die HLR dem Beitragszahler keine Kosten für einen Grundstückskauf entstehen, anders als beim Kauf eines anderen Grundstücks. Aber da der Neubau der KSK im Lupus-Park Schwarzenbek noch auf sich warten lässt, werden hier tausende Bürgerinnen und Bürger nicht nur Schwarzenbeks, sondern auch der angrenzenden Dörfer im Norden der Stadt prinzipiell von der Geldautomatenversorgung abgeschnitten, wenn man als Sparkassenkunde sein Geld nicht an Supermarktkassen abheben möchte. „Uns kommt die Eile beim Neubau vor, als würde hier etwas über das Knie gebrochen,“ erklärt Runge. „In der Kreispolitik wurde über den Bau nicht beraten, sondern nur informiert. Wir fordern die Kreissparkasse auf, umgehend ihre Planungen für eine Ersatz-Geldautomatenversorgung offen zu legen und nicht die Bürgerinnen und Bürger in der Luft hängen zu lassen!“

Insgesamt hätte sich Christian Runge gewünscht, dass Rettungswachenneubau und die beteiligten Grundstücksangelegenheiten zwischen HLR und KSK nicht hinter verschlossenen Türen, sondern offen in Aufsichtsrat von HLR und KSK wie auch im Haupt- und Innenausschuss besprochen worden wären. „Vielleicht hätte es eine Grundstücksalternative gegeben, die die Anforderungen der HLR erfüllt, ohne dass dabei KiTa- und Schulweg in einem Wohngebiet gekreuzt werden?“

Schlagworte: #Christian Runge#FREIE WÄHLER#HLR#Kreissparkasse#Rettungswache Schwarzenbek

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