Resolution gegen Windkraft im Naturpark Lauenburgische Seen passiert Kreistag – FREIE WÄHLER sind zufrieden
Mit einfacher Mehrheit hat der Kreistag Herzogtum Lauenburg in seiner Sitzung am 24.09.2026 die von uns FREIEN WÄHLERN eingebrachte Fortschreibung und Aktualisierung der Resolution gegen Windkraftausbau im Naturpark Lauenburgische Seen angenommen. Da sich die Mehrheits“koalition“ aus CDU und Teilen der Grünen der Stimme enthielt, reichte die einfache Mehrheit mit 25 Stimmen der übrigen Abgeordneten aus. Dr. Gregor Naths, Abgeordneter der FREIEN WÄHLER, der federführend die neue Resolution mit erarbeitet und in den Kreistag eingebracht hatte, ist zufrieden: „Wir haben unser Ziel erreicht, die neue Resolution durch den Kreistag zu bringen. Das ist ein großer Erfolg für unsere Fraktion.“ Möglich gemacht hat dieses wie erwähnt die Enthaltung von CDU und Grünen. „Wir wissen es durchaus zu schätzen, dass CDU und Grüne nicht GEGEN die Resolution gestimmt haben,“ stellt Naths fest. Zur Erinnerung: 2016 konnte die erste Resolution zum Thema Windenergie im Naturpark Lauenburgische Seen noch einstimmig verabschiedet werden.
Vorausgegangen war der Abstimmung eine intensive Debatte im Kreistag. Hier wurde durchaus kontrovers diskutiert, was der Sache aber letztlich gut tat. Denn die Diskussion zeigt, dass verschiedene Positionen im demokratischen Diskurs ganz normal sind und auch lebhaft untereinander ausgetauscht werden. Zu Aussagen, die Resolution komme zu spät nach drei Jahren Planungen und Beteiligungsverfahren, nimmt Christian Runge, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER, Stellung: „Wir setzen mit der Resolution ein Zeichen in Richtung Kiel. Auch wenn das offizielle Beteiligungsverfahren abgeschlossen ist – in dessen drei Runden das Land leider die sehr detaillierten und argumentativ hervorragend aufgestellten Stellungnahmen unserer Kreisverwaltung quasi nicht berücksichtigt hat – zeigen wir der Landesregierung, dass ihre Planungen so nicht stehen bleiben können. So lange noch kein Windpark genehmigt oder gar in Bau ist, kann von ‚zu spät‘ keine Rede sein.“
Nun wird sich zeigen, ob die Landesregierung die neue Resolution zur Kenntnis nehmen und in ihre Planungen einfließen lassen wird. „Es gab eine breit unterstützte offizielle Petition der Bürgerinitiative, die Stiftung Herzogtum Lauenburg mit ihrem nicht unbekannten Vorsitzenden Klaus Schlie hat sich öffentlich gegen die Pläne positioniert, Herr Ministerpräsident Günther wurde auf seiner Wanderung im Naturpark auf die Pläne angesprochen, es gab offene wie direkte Briefe an ihn sowie die zuständigen Ministerien und nun die Resolution – wir geben die Hoffnung nicht auf, dass ein Umdenken in der Landesregierung erreicht werden und der Naturpark Lauenburgische Seen ohne Windkraftanlagen in seiner jetzigen Form erhalten werden kann,“ gibt sich Dr. Gregor Naths zuversichtlich.
