Bahnlinie Bergedorf – Geesthacht: FREIE WÄHLER Herzogtum Lauenburg fordern Ende der Ränkespiele
Wo es längst eine laufende wenn nicht sogar abgeschlossene Vorplanung für die Reaktivierung im Schienenpersonennahverkehr geben sollte, herrscht das Chaos. Anders kann man aus Sicht der FREIEN WÄHLER Herzogtum Lauenburg die Vorgänge um die Reaktivierung der Bahnstrecke Bergedorf – Geesthacht nicht mehr bezeichnen.
Wie die Presse berichtete fehle immer noch die Unterschrift des Hamburger Senats unter der längst geschlossenen Ländervereinbarung zur Reaktivierung. Ohne diese Unterschrift könne aber die AKN als zuständiges Eisenbahninfrastrukturunternehmen nicht mit der Vorplanung beginnen. Als Begründung ist der Presse zu entnehmen, dass Hamburg andere Verkehrsinfrastrukturprojekte als wichtiger erachte. Und womöglich handelt es sich beim Verzögern/Verweigern der Unterschrift auch schlichtweg um politische Erpressung, mit der der Hamburger Senat Schleswig-Holsteiner Gelder für die Digitalisierung der S-Bahn einzunehmen versucht.
Die FREIEN WÄHLER Herzogtum Lauenburg fordern den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf, ohne weitere Verzögerung die Ländervereinbarung zu unterschreiben und den Weg für die Vorplanung der Streckenreaktivierung endlich frei zu machen. Das Land Schleswig-Holstein fordern wir auf, Druck auf Hamburg auszuüben und Wege zu finden, schnellstmöglich die Planungen zu starten! Politisches Hickhack und Erpressungsversuche auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger im Süden unseres Kreises sind für uns FREIE WÄHLER absolut indiskutabel!
In diesem Zusammenhang sollten die Modalitäten der Streckenreaktivierung im Personenverkehr auch noch einmal überprüft werden. Die bisherigen Ideen eines initial einzuführenden Inselbetriebs mit einem straßenbahnartigen dualen System mit Bau einer Verbindungskurve zur Nordseite des Bahnhofs Bergedorf lehnen wir ab. Der finanzielle Aufwand, die notwendigen enormen Eingriffe in den Straßenverkehr in Bergedorf und die komplizierte Logistik eines sonst in Hamburg nicht vorhandenen Systems sprechen definitiv dagegen, von der fehlenden Akzeptanz durch die Bergedorferinnen und Bergedorfer ganz zu schweigen. Wir schlagen hier in der ersten Stufe einen Pendelbetrieb mit Akkuzügen bis Bergedorf Süd mit guter Busverknüpfung vor. Vorzugsweise sollte natürlich zeitnah die Direktverbindung in den Hamburger Hauptbahnhof erfolgen. Hier ist die DB InfraGO gefordert, ihren Teil zum Ausbau von Bahnstrecke Hamburg – Berlin und des Hauptbahnhofes endlich zu leisten.
Auf der anderen Seite lehnen wir jegliche unrealistischen, aktuell wieder kursierenden, Ideen ab, anstelle der Reaktivierung eine komplett neue S-Bahn-Strecke von Bergedorf über Dassendorf und Hohenhorn nach Geesthacht Nord zu planen und zu bauen. Dies ist sowohl planungstechnisch als auch finanziell, gerade in der heutigen Zeit, nahezu unmöglich, und stellt daher keine ernstzunehmende verkehrliche Alternative dar.
