Windkraftanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen? FREIE WÄHLER sagen „Nein!“
Die in der Weiterentwicklung des Regionalplans III des Landes Schleswig-Holstein vorgesehene Ausweisung von Potentialflächen von Windkraftanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen löst gerade eine kontroverse Debatte aus. Mittlerweile hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen die Pläne des Landes positioniert. Es handelt sich um Flächen um die Orte Mölln, Kehrsen, Gudow, Lehmrade, Horst, Brunsmark, Schmilau, Sterley u. Kogel, Salem und Ratzeburg.
Prinzipiell begrüßen die FREIEN WÄHLER Herzogtum Lauenburg den Ausbau der erneuerbaren Energien mittels PV-Anlagen und Windkraft. Dieser Ausbau muss jedoch mit Augenmaß und unter Nutzung des gesunden Menschenverstandes geschehen. Wir präferieren den Ausbau bereits bestehender Windparks, insbesondere off shore, oder den Ersatz weniger leistungsfähigerer Anlagen durch modernere in bereits bestehenden Windparks im Kreisgebiet, z. B. im Bereich Lütau, Hamwarde oder Breitenfelde.
Die Errichtung von Windkraftanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen lehnen wir ab. Durch den Bau der bereits bestehenden Windparks, der kommenden Hochspannungsleitungen, des großen Umspannwerks Sahms und der zusätzlichen Erschließung von dann lange nicht genutzten Gewerbegebieten wurde und wird die historisch gewachsene Natur-Kultur-Landschaft unseres Kreises aus unserer Sicht bereits schwer beeinträchtigt, wenn nicht teilweise zerstört. Die schweren Eingriffe in geschützte Naturregionen im Naturpark Lauenburgische Seen zur Errichtung der Winkraftanlagen sind deswegen aus unserer Sicht nicht zu vertreten. Wir haben aus diesem Grund sowohl im Ausschuss für Regionalentwicklung und Mobilität des Kreises als auch im Kreistag der kritischen Stellungnahme der Kreisverwaltung zugestimmt.
Insbesondere fehlt uns neben der Errichtung weiterer Windkraft- und Solaranlagen ein sinnvolles Konzept zur breiten Versorgung mit Stromspeichern. Ohne den flächendeckenden Bau von Stromspeichern wird die Energiewende aus unserer Sicht nicht gelingen – wir verweisen hier auf das Problem der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energien während einer möglichen Dunkelflaute.
Wir FREIE WÄHLER hoffen, dass die Landesregierung Schleswig-Holstein sowohl die Vorbehalte des Kreises Herzogtum Lauenburg selbst als auch die berechtigte Kritik der Bürgerinnen und Bürger des Naturparks zum Anlass nimmt, ihre Planungen noch einmal kritisch zu überdenken.
